Die Kunstkomplizen

Stefanie Ippendorf, Jessica Pluntke und Alexandra Bruchmann

Stefanie Ippendorf, Kunsthistorikerin, M.A.
si@kunstkomplizen.de

Jessica Pluntke, Kunsthistorikerin, M.A.
jp@kunstkomplizen.de

Dr. Alexandra Bruchmann, Kunsthistorikerin
ab@kunstkomplizen.de

Giovanna Tonelli, Kunsthistorikerin, M.A.
gt@kunstkomplizen.de

Hedda Finke, Kunsthistorikerin, M.A.
hf@kunstkomplizen.de

Sarah Kinzel, Kunsthistorikerin, M.A.
info@kunstkomplizen.de

Indem man jemanden zu seinem Komplizen macht, verbündet man sich mit ihm und lässt ihn zum Beteiligten einer bestimmten Handlung werden. Wir wollen mit Ihnen bei der Kunstbetrachtung gemeinsame Sache machen – deshalb steht bei uns der Dialog im Vordergrund. Wir, d.h. die Kunstkomplizen, sind die drei Kunsthistorikerinnen Stefanie Ippendorf, Jessica Pluntke und Dr. Alexandra Bruchmann.

“…packt eure Babys ein und kommt Kunst gucken!”

Eine große Begeisterung für zeitgenössische und moderne Kunst sowie die eigene künstlerische Praxis führten Stefanie Ippendorf zum Studium der Kunstgeschichte. Schnell stand fest: Kunst, und nichts anderes! Als Livespeakerin in den Berliner Museen und beim Praktikum in der Peggy Guggenheim Collection in Venedig kam sie mit der Kunstvermittlung in Berührung und wusste von da an, wohin die Reise geht. Sie machte ein Volontariat im Bereich Kulturelle Bildung und Pädagogik in der Düsseldorfer Stiftung Museum Kunstpalast und erprobte dabei verschiedene Kunstvermittlungsformate für Groß und Klein. Bei den Kunstkomplizen entwickelt sie Workshops für Kinder und Erwachsene: die Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu sein steht hierbei im Vordergrund. Damit auch frisch gebackene Eltern in den Kunstgenuss kommen können, bietet sie außerdem Kunstführungen für Eltern mit Kleinkindern an – frei nach dem Motto: packt eure Babys ein und kommt Kunst gucken!

“Wer über Kunst nachdenkt, sollte die politische Seite nie außer Acht lassen.”

Als Jessica Pluntke während ihrer Studienzeit als Kunstvermittlerin u.a. in der Neuen Nationalgalerie und im Hamburger Bahnhof jobbte, fragte sie sich, worin eigentlich der gesellschaftliche Sinn und Zweck von Kunst liegt. Mit ihrem Faible für Geschichte und Politik spezialisierte sie sich auf das Politische in der Kunst des 18. Jahrhunderts bis heute. Dadurch kennt sie sich mit politisch orientierten Künstlerpositionen genauso gut aus wie mit kunstphilosophischen Theorien und politischen Ideensystemen. Sie ist überzeugt, dass beim Nachdenken über Kunst die politische Seite nie außer Acht gelassen werden sollte. Daher ist Sie bei den Kunstkomplizen zuständig für Führungen mit dem Schwerpunkt Kunst & Politik. Außerdem ist sie begeisterte Zeichnerin und ermutigt in unseren Zeichenkursen u.a. zum unmittelbaren, eigensinnigen Speed Sketching.

“Kunst ist ein Mittel zur Kommunikation…”

Dass es mehr Spaß macht, gemeinsam und im Gespräch mit den Ausstellungsbesuchern neue Sichtweisen auf Kunst zu entdecken, wurde Alexandra Bruchmann während ihrer Mitarbeit bei den kunst:dialogen am Kölner Museum Ludwig schnell klar. Auch als Kunstvermittlerin, u.a. in der Bonner Bundeskunsthalle oder im Berliner me Collectors Room, erlebte sie immer wieder das kommunikative Potential von Kunst. Daher dachte sie sich, warum es nicht dazu nutzen, neue Leute kennenzulernen?! Als sie vor einigen Jahren frisch in Berlin angekommen war, hätte sie sich über eine unkonventionelle Möglichkeit gefreut, auf kunstbegeisterte Leute zu treffen. Zu Single-Zeiten machte sie, in Erwartung nur unpassende Singles vorzufinden und in Befürchtung peinlicher Gespräche, nie bei Speed-Datings o.ä. mit. “Kunst & Kennenlernen” bei den Kunstkomplizen ist anders: Die Teilnehmer treffen auf Leute mit gleichen Interessen und ein Gesprächsthema gibt es auch – Kunst.

Team

GT“Kunst bietet jede Menge Gesprächsstoff zum Sprachen lernen.”

Dass sich Kunst sehr gut dazu eignet, eine Sprache zu lernen, weiß Giovanna Tonelli aus eigener Erfahrung. Als die gebürtige Italienerin für ihr Studium nach Berlin kam, verbesserte sie ihre Deutschkenntnisse bei der Kunstbetrachtung. Als Kulturvermittlerin an der TU Berlin gibt sie diese positive Erfahrung in Kursen zur italienischen Sprache und Kultur an die Studenten weiter. Bei ihren Workshops “Kunst & Italienisch” für die Kunstkomplizen macht es ihr großen Spaß, mit den Teilnehmern in Kunstwelten abzutauchen – das Grammatikbuch kann zuhause bleiben!

HF_216“Kunst löst das Bedürfnis aus, darüber zu sprechen – auch in einer Fremdsprache!”

Kreuz und quer durch die Kunstgeschichte führte Hedda Finke ihr Studium in Berlin und Madrid. Ausgiebige Museumsbesuche und Erleben von Kunst durch Gespräche waren prägende Erlebnisse dieser Zeit, die sie bis heute mit Enthusiasmus weiterträgt. Im Anschluss daran legte sie Stationen in der ganzen Republik ein: im Daimler Contemporary Berlin, an der Stendaler Winckelmann-Gesellschaft e.V. und an der Düsseldorfer Stiftung Museum Kunstpalast. Nun bereichert sie das Team der Kunstkomplizen mit ihren Sprachworkshops “Kunst & Deutsch”. Wie gut Sprachvermittlung bei der Kunstbetrachtung funktioniert, konnte die “Museumsmoderatorin” bereits als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache mit Deutschlernern vielfach erproben.

SK_216x216“Kunst macht Geschichte erlebbar.”

Künstler sind aufmerksame Beobachter. In Gemälden, Grafiken und schriftlichen Zeugnissen dokumentieren sie den Wandel Berlins und ermöglichen es uns, die Stadt mit anderen Augen zu sehen. Sarah Kinzel, die über den deutsch-italienischen Künstleraustausch in Rom um 1900 promoviert, interessiert sich dabei besonders für das Kaiserreich und die Goldenen Zwanziger Jahre – eine künstlerische und literarische Blütezeit der Spreestadt. Um Austausch geht es natürlich auch bei ihren Kunstführungen durch Berlin – in diesem Fall mit den Teilnehmern, mit denen sie ganz im Sinne der Kunstkomplizen “gemeinsame Sache” macht.